Thinkers50 & Global Peter Drucker Forum

Unternehmen müssen sich heute in einem Marktumfeld behaupten, in dem beispiellose Volatilität und Unsicherheit herrscht. Die Managementmethoden erfolgreicher Firmen haben sich im Vergleich zu vor hundert Jahren grundlegend gewandelt. Zur Sicherung ihres Fortbestands müssen Unternehmen und deren Führungskräfte diese Veränderungen im Blick haben und ihre Organisationen entsprechend neu strukturieren.

Vergangene Woche reisten Teilnehmer des Executive MBA HSG Programms der Universität St. Gallen nach London zu der Thinkers50 Konferenz bzw. nach Wien zum Peter Drucker Forum, um Gedanken auszutauschen und Zukunftsthemen aus den Bereichen Management und Betriebswirtschaft zu diskutieren.

Die Woche begann mit Thinkers50 in London, einem Forum speziell für den Austausch von Business- und Management-Ideen und zur Ehrung der Vordenker in unserem Fachgebiet. Es wurden zahlreiche Diskussionen mit führenden Köpfen wie Zhang Ruimin (CEO von Haier), Prof. Rosabeth Moss Kanter, Prof. Rita McGrath und vielen anderen an diesem Tag geführt.

Prof. Dr. Karolin Frankenberger

Im Rahmen dieser Veranstaltung nahm Prof. Dr. Karolin Frankenberger (akademische Direktorin des Executive MBA HSG) an einer Paneldiskussion darüber teil, wie Unternehmen den Wandel in ihren Organisa­tionen erfolgreich gestalten können. Bezug nehmend auf ihre aktuelle Studie und ihr in Kürze erscheinendes Buch, für die sie 100 CIOs und CDOs zum Ablauf des Transformationsprozesses befragt hat, verwies sie auf die große Bedeutung tiefgreifender Änderungen der Organisations­struktur und der Schaffung eines neuen, eigenständigen Geschäfts­bereichs mit engagiertem Personal. 

„Die größte Herausforderung ist die Koexistenz und Harmonisierung zweier unterschiedlicher Organisations­strukturen innerhalb des Unternehmens. Für eine reibungslose Umsetzung müssen die Unternehmen die erforderlichen Strukturen mit der entsprechenden Mentalität und den richtigen Talenten schaffen (Führung, Mitarbeiter, Kultur).“

Prof. Dr. Karolin Frankenberger

 
Die Woche endete mit dem 11. jährlichen Global Peter Drucker Forum in Wien, das zu den weltweit bedeutendsten Managementkonferenzen zählt. Unter dem Thema The Power of Ecosystems stand bei der diesjährigen Veranstaltung der Wandel im Mittelpunkt, den viele Unternehmen bei ihren Managementmethoden vollziehen müssen.

„Wir beobachten gerade zahlreiche Experimente mit neuen Arbeitsmethoden. Damit meine ich nicht nur die Alibabas, Amazons und Googles, sondern auch viele Traditionsunternehmen, die Neues ausprobieren. Dabei geht es nicht nur um digitale Innovationen. Es geht vielmehr um neue Markterfordernisse, die die Unternehmen in verschiedene Richtungen treiben.“

Prof. Julian Birkenshaw

Ökosysteme bieten den Unternehmen einen immensen Mehrwert, der sich innerhalb einer einzelnen, vertikal integrierten Organisation nicht erzielen lässt. Durch Umstellung auf eine dynamische und fließende Struktur können die Unternehmen agiler werden und flexibler auf die Kundennachfrage eingehen. Als Leser von Fachliteratur kennen wir die Aussagen der „Digital Natives“, die für diese Ökosystemstruktur stehen. Was das Forum aber so besonders gemacht hat, waren die Beiträge der Vertreter von großen Traditionsunternehmen wie Haier und Tencent, die ihre Transformations-Storys und der Logik dahinter schilderten. Diese Firmen erkannten, dass sie sich mit ihren hierarchischen Strukturen von ihren Kunden entfremdeten, und haben deshalb ihre Organisationsstrukturen radikal umgebaut, um ein Kundenerlebnis und nicht nur ein Produkt zu bieten.

Eine Schlüsselerkenntnis des Forums war, dass Ökosysteme auch das Potenzial zur Lösung übergeordneter Gesellschafts­probleme haben. Ein erfrischender neuer Ansatz, der eine Abkehr vom konventionellen Fokus auf dem Shareholder Value und die Hinwendung zu einer ganzheitlicheren Sicht darstellt, in die auch die gesellschaftlichen Werte und Beiträge von Unternehmen einfließen.
 

„Wenn wir innerhalb gemeinsamer Ökosysteme arbeiten, kooperieren und Innovationen vorantreiben, dann können wir meiner festen Überzeugung nach viele Probleme lösen. Diese Ökosysteme bieten ein Potenzial, das uns auf unserem Weg in die Zukunft unterstützt und dabei große Fortschritte anstatt kleinteiliger Verbesserungen sowie die Bewältigung sozialer, politischer und ökologischer Probleme ermöglicht.“

Prof. Dr. Karolin Frankenberger

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